Le Hohneck: markanter Gipfel der Hochvogesen an der berühmten Route des Crêtes
Der Le Hohneck liegt im Naturpark Ballons des Vosges in der Region Grand Est in Frankreich. Er ist nach dem Großen Belchen und dem Storkenkopf der dritthöchste Berg der Vogesen. Der 1.363 Meter hohe Le Hohneck überragt ein Hochplateau am Grenzkamm zwischen Elsaß und Lothringen. Über den Kamm des Hohneck verlief von 1871 bis 1919 die Staatsgrenze zwischen der Republik Frankreich und dem Deutschen Reich entlang der heutigen Grenze der Départements.
Von 1897 bis 1939 fuhr eine elektrische Schmalspurbahn auf den Hohneck. Bahnstrecke »Gérardmer - La Schlucht - Le Hohneck« trug erheblich touristischen Erschließung des Berges bei. Noch heute ist ein Wanderweg, der entlang der historischen Tramlinie von La Schlucht zum Hohneck führt, nach ihr benannt.
Der Berg wird westlich von der bekannten Vogesenkammstraße Route des Crêtes umrundet. Von ihr biegt eine schmale Stichstraße ab, die auf den Gipfel führt. Dort befindet sich das Hotel Restaurant du Sommet du Hohneck.
Die Naturidylle des Le Hohneck – ein Paradies für Wanderfreunde und Naturliebhaber!
Vom Le Hohneck aus bietet sich ein herrliches Panorama über die Berge der Hochvogesen. Bei klarem Wetter reicht die Sicht über die Rheinebene auf den Schwarzwald und sogar bis zu den Alpen. Bei klarer Luft im Winter hat man die besten Chancen, diese atemberaubende Aussicht zu genießen!
Auf den sanften Hängen des Le Hohneck weiden im Sommer die schwarz-weiß gefleckten Vogesenkühe. Mit etwas Glück kann man zwischen den Felsen Gämsen erspähen.
An den unbewaldeten Bergflanken des Hohneck gedeihen viele Hochgebirgspflanzen wie das zweifarbige Vogesen-Stiefmütterchen (Viola lutea), der Gelbe Enzian (Gentiana lutea) oder die Berg-Arnika (Arnica montana). In den Sommermonaten bietet sich ein wahres Blütenmeer entlang der Bergwiesen.
Während der lothringische Westhang des Le Hohneck durch sanfte Hangneigungen gekennzeichnet ist, fällt die elsässische Seite deutlich steiler ab. Mit seinen nach Norden, Osten und Süden steil abfallenden Felshängen weist der Hohneck einen subalpinen Charakter auf, der über die für Mittelgebirge üblichen Dimensionen hinausgeht. Hier wurden im Quartär Gletscherkessel ausgeschürft, die die Entstehung von Seen und Mooren begünstigten. Der Lac de Schießrothried liegt unterhalb des Wormspelkessels am Fuß der steil abfallenden felsigen Hänge. An der Südseite des Vorgipfels, der durch den Col du Falimont vom Hauptgipfel getrennt ist, fällt die bis zu 80 m hohe Martinswand ab. Im Talkessel des Col du Falimont liegt das idyllische Frankenthaler Torfmoor.
Unvergessliche Abenteuer für Wanderer und Bergsport-Enthusiasten in der alpinen Landschaft des Le Hohneck !
Eine Wanderung auf den Hohneck gehört zu den Klassikern in den Hochvogesen und wird als eine der Etappen auf der bekannten »Route des Crêtes« über den Fernwanderweg GR 5 begangen. Eine weitere aussichtsreiche Vogesenwanderung führt über den Sentier des Névés vom Hohneck auf den Kastelberg. Geübte Bergsteiger können sich an den felsigen Gipfelkämmen der Spitzkoepfe messen.
Etwa 1,5 Kilometer östlich liegt der Petit Hohneck der eine Höhe von 1.297 Metern erreicht. Ein wunderschöner Wanderweg verläuft mit Blick auf den Lac de Schießrothried und die Spitzkoepfe über den Col du Schaeferthal zum Petit Hohneck.
In der Nähe des Hohneck, am Col de la Schlucht, beginnt der Sentier des Roches (auch bekannt als der Felsenweg oder der Strohmeyerpfad). In einer traumhaften Rundwanderung über das Frankenthaler Hochmoor und den Col du Schaeferthal lassen sich beide Highlights verbinden.
Wanderung auf dem Felsenpfad: Sentier des Roches in den Vogesen
Die Hochvogesen sind auch bei Skifahren beliebt. Am Petit Hohneck bei Le Gaschney, am Kastelberg sowie am Col de la Schlucht befinden sich Skilifte. Für Kletterer bieten die Martinswand, die Clochers du Petit Hohneck oder und der Gipfelgrat der Spitzkoepfe attraktive Routen.
Le Hohneck – Markanter Gipfel der Hochvogesen an der Route des Crêtes
Was macht den Le Hohneck zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in den Vogesen?
- Mit 1.363 Metern Höhe ist der Le Hohneck der dritthöchste Berg des Vogesenmassivs und bietet von seinem Hochplateau aus eine atemberaubende Fernsicht über die Rheinebene, den Schwarzwald bis hin zu den Alpen.
- Dank der direkten Anbindung an die berühmte Panoramastraße Route des Crêtes ist der Gipfel sowohl unkompliziert erreichbar als auch ein idealer Startpunkt für unvergessliche Bergtouren.
Welche Highlights erwarten Wanderer auf den Wegen rund um den Hohneck?
- Zu den absoluten Klassikern gehört der spektakuläre, teilweise alpine Felsenpfad Sentier des Roches, der allerdings Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert.
- Auch der abwechslungsreiche Aufstieg über den Sentier du Falimont vorbei am Frankenthaler Torfmoor und der berühmten Martinswand verbindet alpine Natur mit grandiosen Ausblicken.
Welche Besonderheiten prägen die Natur und Tierwelt auf dem Gipfelplateau?
- In den Sommermonaten verwandeln sich die unbewaldeten Hochweiden in ein buntes Blütenmeer mit seltener Hochgebirgsflora wie Berg-Arnika und gelbem Enzian.
- Mit etwas Glück lassen sich auf den weiten Matten freilebende Vogesenkühe beobachten, während in den schroffen Felswänden und Kareen heimische Gämsen ihre Kreise ziehen.
Welche Einkehrmöglichkeiten gibt es direkt am Berg und auf den Routen?
- Oben am Gipfel lädt das traditionelle Hotel Restaurant du Sommet du Hohneck zur Rast ein, um bei regionalen Spezialitäten den Blick schweifen zu lassen.
- Auch gemütliche Gasthöfe wie die Auberge des Trois Fours liegen direkt an den bekannten Wanderwegen und verwöhnen Wanderer mit deftigen Suppen, Flammkuchen und Munsterkäse.
Lohnt sich ein Besuch des Le Hohneck auch im Winter?
- Definitiv: Bei Schnee verwandelt sich die Region in ein stilles Winterparadies für Schneeschuhwanderer und Skitourengeher.
- Die nahegelegenen Wintersportgebiete wie La Bresse-Hohneck bieten zudem gespurte Loipen und Abfahrten, während die klare Winterluft oft die allerbesten Fernsichten bis zu den Alpen ermöglicht.