Wanderung von Santo Domingo de Garafía nach El Tablado
Fakten
Tourencharakter
Durch beeindruckende, tief eingeschnittene Schluchten im Norden der Insel La Palma führt Wanderroute von Santo Domingo de Garafía nach El Tablado. Trotz der knapp 1.100 Höhenmeter im Auf- und Abstieg belohnt die Tour mit traumhaften Ausblicken entlang der Küste. Seltene Pflanzen- und Vogelarten in verschiedenen Vegetationszonen lassen sich im Naturschutzgebiet Guelguén entdecken.
Die Wanderung von Santo Domingo de Garafía nach El Tablado ist für Wanderer mit guter Grundkondition geeignet, da sie eine Gesamtlänge von 12,8 km mit 1.063 Höhenmetern im Aufstieg und 1.071 Höhenmeter im Abstieg aufweist
Höhenprofil
Hintergrundinformationen
Camino Real de la Costa
Auf alten Pfaden führt der historische Küstenweg durch eine atemberaubende Region mit traditionellen Kulturlandschaften und Sukkulentenbuschvegetation. Charakteristisch sind die tief eingeschnittenen Schluchten, während sich entlang der Küste Steilküsten und Schluchtenmündungen abwechseln. Ein großer Teil der Route führt durch das Naturschutzgebiet Guelguén. Hier gibt es seltene Pflanzen- und Vogelarten und sogar einen Lorbeerwald.
Die Wanderung erfolgt auf der dritten Etappe des Fernwanderweges GR-130, der als Camino Real de la Costa bekannt ist. Ausgangspunkt ist die Ortschaft Santo Domingo de Garafía im Norden von La Palma. Der Camino Real de la Costa umrundet die Insel La Palma in acht Etappen auf einer Länge von ca. 142 Kilometern.
Routenbeschreibung
Die Wanderung startet in Santo Domingo de Garafía, der Bezirkshauptstadt der Gemeinde gleichen Namens. Die Ortschaft ist von zahlreichen Wegen und Pfaden durchzogen, die entlang von Bergwänden und Schluchten führen und an Weilern sowie wunderschönen natürlichen und historischen Schauplätzen vorbeiführen.
Zu Beginn der Wanderung geht es über die Calle Baltazar zum Aussichtspunkt Mirador de Chorro. Hier genießt man einen schönen Blick über die Schlucht Barranco de la Luz (auch Barranco de los Sables genannt). Der Weg schlängelt sich steil über Serpentinen hinab durch die große Schlucht. Im Barranco gedeihen zahlreiche Drachenbäume entlang der fast senkrecht abfallenden Basaltwände. Höhlen und Felsüberhänge dienten als Behausungen für das Vieh.
Kurz darauf erreicht man die kleine Siedlung El Palmar, die sich durch verstreute Häuser und Obst- und Gemüsegärten auszeichnet. Der Wanderweg führt kurz über die Zufahrtsstraße der Siedlung, bevor er abfällt. Der Weg ist nun stellenweise grob gepflastert und führt sanft bergab. Man durchquert die Schlucht Barranco de El Palmar, wo sich ein Brunnen befindet.
Der GR-131 führt weiter über eine Piste in Richtung El Mudo. Anschließend geht es wieder auf einem Pfad bergauf entlang eines Hanges mit erodierten Höhlenformationen. Die Vegetation und das Landschaftsbild verändern sich deutlich. Nach der Durchquerung der Mudo-Schlucht wird die Landschaft deutlich grüner und man verlässt das trockene Küstengebiet mit seinen verschiedenen Wolfsmilchgewächsen, Kakteen, Palmen und Drachenbäumen.
Der Weg durch die Schlucht Domingo Díaz windet sich in kurvenreichen Pfaden bergauf und verläuft dann diagonal entlang des gegenüberliegenden Berghangs. Hier bietet sich ein Blick auf die ungewöhnliche Silhouette des Berges Montaña La Centinela. Der Weg mündet in eine Piste, kurz darauf überquert man die Asphaltstraße und durchquert zunächst die Salto-Schlucht, dann den Barranco de Valle Rey. Von Juan Adalid kommend geht die Heidelandschaft in Lorbeerwaldvegetation über.
Einige Meter entlang des Weges geht es zum nächsten Etappenziel der Schlucht Barranco La Magdalena. Der Wanderpfad führt durch die Schlucht und verläuft entlang steiler Felswände. Der Weg ist mit Stufen versehen, die aufgrund der feuchten Bedingungen in der Schlucht rutschig sein können. Inmitten des Barranco La Magdalena erhebt sich ein beeindruckender vulkanischer Basaltdamm über den Lorbeerwald.
Kurz nach der Durchquerung des Barranco kommt man zu der kleinen Siedlung Don Pedro. Don Pedro besteht aus zwei Häusergruppen, die durch die Schlucht Barranco el Pozo getrennt sind und über eine schmale asphaltierte Straße mit dem Straßennetz verbunden sind.
Der GR-130 führt entlang einer unbefestigten Piste zwischen landwirtschaftlichen Flächen und vereinzelten Häusern in östlicher Richtung. Der Weg verläuft kontinuierlich bergab, ist jedoch weniger steil. Nach etwa 1,5km erreicht man den Aussichtspunkt Mirador La Calzada mit einem schönen Panoramablick auf El Tablado und die trennende Fagundo-Schlucht. Nun geht es über einen kurvenreichen und steilen Wanderweg hinab in die Schlucht des Barranco Fagundo. Während des Abstiegs eröffnen sich beeindruckende Ausblicke auf die Schlucht und die zerklüfteten Felshänge, die durch Erosion Höhlen gebildet haben.
Im weiteren Verlauf schlängelt sich der Weg in zahlreichen Serpentinen über den lockeren Untergrund und durch die steil aufragenden Wände hinauf bis zum Aussichtspunkt. Die Trockenhänge sind mit Sukkulenten bewachsen. Nun folgt man dem GR-130 aufwärts, bis man auf den PR-LP 9.1 trifft. Schließlich erreicht man den Ortseingang von El Tablado. Zwischen zwei tiefen Schluchten liegt das kleine Dorf spektakulär auf einem Bergrücken. Rechts liegt die Schlucht Barranco de los Hombres und links die Schlucht Barranco Fagundo, die man gerade durchquert hat.
Hinweise + Tipps
HINWEIS: Der Wanderweg ist auf den ersten Kilometern stark der Sonne ausgesetzt, daher reichlich Wasser mitnehmen.
TAXI: Eine Taxifahrt ist unumgänglich, um die Strecke zurückzulegen. Glücklicherweise gibt es in der Gemeinde Garafía einen fleißigen Taxiunternehmer, der auf allen wichtigen Wanderwegen der Gegend Aufkleber mit seiner Telefonnummer (+0034 630 450 560) angebracht hat.
Ausgangspunkt: Santo Domingo de Garafía
Endpunkt: El Tablado
Anfahrt:
Mit dem Pkw: Um nach Santo Domingo de Garafía zu gelangen, kann man über die Landstraße LP-1 fahren und dann eine der Abfahrten LP-114 oder LP-12 nehmen. Eine schmale, asphaltierte Nebenstraße führt von der LP-1 in der Nähe von Roque del Faro nach El Tablado
Mit dem Bus: Die Line 126 fährt El Tablado von Puntagorda aus an. Linie 120 verbindet Barlovento mit Garafia. / www.tilp.es
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